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Vertrauen

Manchmal erscheint mir nur das als richtig, was tief aus meinem Inneren kommt und sich nach außen seinen Weg bannt. Das sind auch die Augenblicke, in denen ich mir echt und unverfälscht vorkomme, in denen ich ohne äußere Einflüsse, Über-Ichs, Zuflüsterer aus meiner Umgebung, mit meinem reinen Selbst, göttlich-ursprünglich handele oder einfach sein kann. Das Problem ist, ich spüre diesen Vorgang, ich erahne und fühle, das da was vorgeht, aber ich kann es nicht benennen und bezeichnen, nicht mit Sätzen nicht, nicht mit Worten. Daher auch meine tiefe Skepsis vor allem, das mit Worten und Sätzen, sprachgewaltig und ausdrucksvoll nach Erklärungen sucht, nein, nicht sucht, sondern schon diese Erklärungen hat. Man kann da sprichwörtlich den Mund etwas zu voll nehmen, Sätze neigen dazu, dass man so dahin gleiten kann, sich weiter vor- und voranwagt, als eine Prüfung der Fakten es eigentlich zulassen kann. Z.B. zu wissen und zu erklären, dass es Gott sei, der da wirke und wie er wirke, was seine Absicht zu diesem und jenem sei, man glaubt alles mit Buchstaben frei legen zu können. Ich will nicht nur von Gott reden, sondern meine überhaupt das Erklären von Dingen, das Bezeichnen von Gefühlen, zwischenmenschlichen Beziehungen, alles Nicht-mathematische im Leben. In einer tieferen Weise ist für mich dieses Benennen gleichzeitig ein verschließen. Verschließen nicht als aufbewahren gemeint, sondern als verschlossen im Sinne von unzugänglich, nicht habhaft werden könnend. Man muss sich hüten in einer Welt von Worten und Erklärungen zu leben. Mir sind manchmal diese Beschreibungen einfach zu schnell. So schnell kann ich gar nicht denken, oder richtiger gesagt, dass Denken mit meinem Fühlen (noch besser wäre AHNEN) in Einklang bringen. Ich kann das was ich als Unzerstörbares in mir genannt habe, nicht näher erklären, ich weiß nicht, ob es das ist, was andere Gott nennen. Wie gesagt, ich bin ein langsamer Forscher und manchmal glaube ich, mein ganzes Leben verbringe ich damit, mich aus einem Gefängnis zu befreien – ich lerne immer mehr, besonders mich zur Welt zu verhalten, praktisch-lebend. Fühlend. Und das ist eigentlich sehr schön, auch wenn es nicht so schnell gehe, auch wenn ich nach Jahre, Jahrzehnten erst vor Ergebnissen stehe.
25.7.08 21:24
 


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